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Life-Style

Der Videospiel-Sektor kann weiter auf enormes Wachstum hoffen

Die Technologiebranche kämpft mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Gestörte Lieferketten, eine anhaltende hohe Inflation und sinkende Aktienkurse machen den meisten Unternehmen zu schaffen. Die Konsumgewohnheiten ändern sich, doch manche Trends zeigen sich davon unbeeindruckt. Die langfristigen werden durch solche Abschwung-Phasen oft noch verstärkt. Bestes Beispiel dafür ist die digitale Unterhaltung.

3,2 Milliarden Spieler weltweit

Anders als in anderen Branchen müssen hier die Werkzeuge der Zukunft nicht erst entwickelt und getestet werden. Sie liegen bereits vor und warten nur noch auf den großen Durchbruch. Dazu benötigt es das entsprechende technische Fundament, das sich längst im Aufbau befindet. Die Übertragungsraten im Netz machen beispielsweise den endgültigen Durchbruch von Virtual Reality nur noch zu einer Frage der Zeit. Internationale Anbieter wie PokerStars haben dies bereits vor zwei Jahren massentauglich auf den Markt gebracht und so Live- und Onlinewelten miteinander verknüpft. VR-Brillen ermöglichen so die Verbindung von Unterhaltung und Interaktion. Die virtuelle Welt simuliert das echte Leben und ermöglicht so ganz neue Einblicke.

Die Branche giert nach Innovationen, die von der immer größer werdenden Zahl an Gamern freudig empfangen werden. Eine aktuelle Untersuchung zählt mittlerweile 3,2 Milliarden Spieler weltweit, 430 Millionen davon befinden sich allein in Europa. Damit ist Gaming keine Randerscheinung mehr, sondern mitten im Mainstream angekommen. Schließlich beträgt das Durchschnittsalter der Spieler 37 Jahre, fast die Hälfte davon sind Frauen. Nicht umsonst ist dieser Teil der Unterhaltungsindustrie zur mit Abstand größten aufgestiegen und hat Film und Musik weit hinter sich gelassen.

Der Trend geht weg von Waren hin zu Dienstleistungen

In der Wirtschaft ist aktuell bei den Verbraucherausgaben ein Trend weg von Waren hin zu Dienstleistungen zu beobachten. Die Konsumenten schätzen Erfahrungen und sind bereit dafür zu bezahlen. Das drückt zwar den Kurs von Technologieaktien, befördert jedoch weiter den Aufstieg der Videospiel-Branche. Der Videospiel-Sektor bietet weiterhin alle Voraussetzungen für ein attraktives Wachstum.

Immerhin ist der durchschnittliche Spieler Mitte bis Ende 30. Die Branche findet sowohl bei Frauen als auch bei Männern großen Anklang. Im Gegensatz dazu weist der durchschnittliche Konsument traditioneller Unterhaltungsmedien wie dem Fernsehen bereits ein Durchschnittsalter von Ende 40 auf. Videospiel-Konsumenten können von der Branche also noch lange Zeit als Konsumenten angesprochen werden.

Jeder Dritte Deutsche spielt

Dies gilt umso mehr, als dass die sogenannten Silver Surfer, also Best Ager ab einem Alter von 50 Jahren zu den größten Zielgruppen der Branche zählen. So spielen beispielsweise in Deutschland 5,7 Millionen Menschen in der Zielgruppe der 50- bis 59-jährigen Videospiele, ebenso wie weitere 5,1 Millionen Menschen ab einem Alter von 60 Jahren. Das beweist, dass die Kundenschichten der Industrie erhalten bleiben.

Ein gutes Beispiel für die Attraktivität von Unternehmen am Videospiel-Sektor ist Take Two Interactive. Der Spieleentwickler wurde 1993 gegründet und erzielt einen Jahresumsatz von 3,5 Milliarden Dollar. Bekannt ist der Publisher vor allem für seine Tochterunternehmen Rockstar Games und 2K Games. Über diese hält Take Two Interactive die Rechte an so attraktiven Titeln wie Grand Theft Auto oder NBA2K.

Mobile Spiele sind die Zukunft der Industrie

Damit nicht genug, hat der Spieleentwickler zuletzt das Unternehmen Zynga geschluckt, das mit mobilen Spielen wie Farmville bekannt geworden ist. Diese strategische Aufstellung, die einerseits auf Blockbuster und andererseits auf mobile Casual Games basiert, macht Take Two Interactive zu einem attraktiven Investment für die Zukunft. Schließlich befindet sich die sogenannte 5G-Revolution in vollem Gange.

Sie wird die mobilen Bandbreiten in nie zuvor gekannten Dimensionen vorstoßen lassen und damit die technische Basis für das Ausrollen grafikintensiver Spiele-Blockbuster auf mobile Endgeräte vorantreiben. Gleichzeitig schreitet die technische Aufrüstung der Endgeräte weiter mit rasantem Tempo voran. Diese Ausgangssituation lässt den Videospiel-Sektor weiterhin auf saftige Gewinne hoffen.

Bild von efes auf Pixabay

Die Voraussetzungen dafür sind zweifellos gegeben, nicht umsonst engagiert sich der Technologieriese Microsoft seit dem Vorjahr verstärkt in der Branche. Die Übernahme von Activision Blizzard hat die Karten neu gemischt und den Wettlauf um ein Netflix der Spiele neu befeuert. Wer es schafft, ein Abo-Modell im breiten Markt zu etablieren hat beste Chancen den Markt zukünftig zu dominieren.

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