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Pokalsensation am Betzenberg

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„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ – wohl kaum eine Phrase hat sich im deutschen Fußball schon so häufig bewahrheitet, wie diese. Der DFB-Pokal bietet mit seinem KO-Modus in jeder Runde wahre Pokalfights. Da die erste Runde des Wettbewerbs traditionell eine Woche vor dem Start der Bundesliga ansteht, ist es für die meisten Erstligisten das erste Pflichtspiel der Saison. Die Chance auf eine Pokalüberraschung ist somit natürlich noch größer, da die Profis gerade erst aus der Vorbereitung kommen. So erging es auch dem FSV Mainz, der trotz zwei Klassen Unterschied am Betzenberg die Segel streichen musste. Wir werfen einen Blick zurück auf den umjubelten Pokalerfolg des FCK in der ersten Runde.

Der Betzenberg wird zum Hexenkessel

Über 40.000 Fans machten das Stadion am Betzenberg am Samstag, dem zweiten Spieltag der ersten Runde, zu einem wahren Hexenkessel. Obwohl auch Mainz gut startete und bereits in der siebten Minute die Führung hätte übernehmen können, feuerten die Fans der Roten Teufel ihre Fans frenetisch an. Die Atmosphäre war auf jeden Fall erstligareif. Im ersten Drittel des Spiels spielte der Bundesligist seine Überlegenheit aus, doch ab der 30. Minute wurde auch der FCK offensiver. Angepeitscht von den Fans entwickelte sich ein wahrer Pokalfight, der eher durch Einsatz und Härte als durch Finesse und Ballzauber überzeugte. Aber so gehört es sich eben für den DFB-Pokal. Zur Pause gingen die Teams torlos in die Kabinen.

Umstrittener Foulelfmeter für die Gastgeber

Auch in der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit guten Möglichkeiten für beide Seiten. Doch als Schiedsrichter Felix Zweyer nach einem Zweikampf zwischen Timmy Thiele und Stefan Bell in der 62. Minute auf den Elfmeterpunkt der Mainzer zeigte, stand die Vorentscheidung kurz bevor. Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz war sich nach dem Spiel sicher: „Mit Videoassistent wäre es für uns entschieden worden.“ Aber einen Videobeweis gibt es in den ersten Runden des DFB-Pokals noch nicht. Zu hoch wäre der technische Aufwand für unterklassige Vereine. Starke brachte den Elfer mit einer Portion Glück im Kasten unter und sorgte für noch größere Euphorie bei den Lauternfans. Die Mainzer Fans hingegen reagierten mit einer Menge Pyrotechnik aus dem Gästeblock. Kurz vor Schluss der Partie warfen sie die Leuchtfackeln dann teilweise auch auf den Rasen, was von allen Aktiven aufs Schärfste kritisiert wurde und zu einer Unterbrechung führte.

 

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Pick macht in der 90. alles klar

Nach einer kurzen Pause konnte es dann weitergehen. Zwar warfen die Mainzer noch einmal alles nach vorne, doch Florian Pick machte in der 90. Minute mit dem 2:0 alles klar. Der Jubel auf dem Betzenberg kannte keine Grenzen. Doch auch nach diesem Sieg gehört der FCK nicht zu den Topfavoriten. Diesen Platz nimmer immer noch der FC Bayern ein, der auch die Bundesliga bei den Fussball-Wetten mit einer Quote von 1,25 anführt.

Für den krisengebeutelten Verein verspricht der Einzug in die nächste Runde einen wahren Geldsegen. Gut 350.000 Euro werden die TV-Gelder in der zweiten Runde einspielen. Hinzu kommen noch eventuelle Einnahmen aus dem Ticketbereich. So kann das Weiterkommen dem FCK bis zu einer halben Millionen Euro bringen. Für den stets klammen Traditionsverein sind das natürlich großartige Nachrichten. Die Fans dürfen sich auf jeden Fall auf die zweite Runde freuen.

 

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