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Wasserpfeifen sind nicht nur bei Jugendlichen beliebt: Wissenswertes zu Shishas

Seit einigen Jahren finden sie sich in nahezu allen deutschen Städten: Shisha-Bars sind nicht nur für Jugendliche ein beliebter Treffpunkt, sondern auch Erwachsene versammeln sich in den einschlägigen Locations, um gemeinsam Wasserpfeife zu rauchen, sich zu unterhalten und soziale Kontakte zu pflegen. Manchen Menschen stellt sich aber die Frage, ob der Konsum des Wasserpfeifentabaks eine Gefahr für die Gesundheit darstellt.

Shishas und Shisha-Tabak: Was ist das eigentlich genau?

Bei einer Shisha handelt es sich um eine Wasserpfeife, die wahrscheinlich aus dem indischen oder persischen Raum stammt. Sie werden mit einem feuchten Tabak geraucht: Der Rauch wird durch ein Gefäß gezogen, das mit Wasser gefüllt ist, wodurch eine automatische Kühlung des Rauchs geschieht. Gleichzeitig filtert das Wasser einige Partikel und Schwebstoffe heraus. Wer sich schon einmal die Frage gestellt hat „Was ist Shisha-Tabak“, findet sie schnell beantwortet: Bei Shisha-Tabak handelt es sich um ein im Vergleich zu Zigarettentabak sehr feuchtes Produkt, das in erster Linie aus Rohtabak sowie Glycerin und vielfältigen Aromen besteht. Ungefähr 20 bis 40 Prozent davon machen Feuchthaltemittel aus. Besonders die Aromen machen den Shisha-Tabak im europäischen Raum bei vielen Zielgruppen sehr beliebt: Erhältlich sind in diesem Zusammenhang etwa die Geschmacksrichtungen Apfel, Melone, Kirsche, Zitrone oder Minze. In der jüngeren Vergangenheit wurden alternativ zum regulären Shisha-Tabak auch vermehrt Tabakersatzprodukte angeboten. Diese setzen sich aus Zuckerrohr oder Zellstoff anstelle des Tabaks sowie Glycerin und Aromen zusammen. Der Vorteil dieser Ersatzprodukte ist die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu Tabak kein Nikotin enthalten. Es ist aber durchaus möglich, dass die zugesetzten Aromen nikotinhaltig sind.

Aromen, Nikotin und mehr: Wie ungesund ist Wasserpfeifentabak?

Der Konsum von Wasserpfeifentabak ist nicht unumstritten. Während Verfechter der Shisha-Kultur die geringere Gesundheitsgefährdung im Vergleich zu betonen, warnen Mediziner vor den Gefahren des regelmäßigen Shisha-Rauchens. Grundsätzlich belasten alle Stoffe, die verbrannt und inhaliert werden, die Lunge. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob es sich um Zigaretten- oder um Shisha-Tabak handelt. Das Wasser in den Wasserpfeifen ist in gewissem Maße in der Lage, einige Partikel aus dem Rauch herauszufiltern und so die Belastung für die Atemwege zu reduzieren. Allerdings hält sich dieser Filtereffekt in Grenzen, denn es werden längst nicht alle gefährlichen Inhaltsstoffe entfernt. Da beim Shisha-Rauchen meist sehr tief inhaliert wird, kann es sogar sein, dass potenziell schädliche Partikel noch tiefer in die Lunge gelangen als beim Zigarettenrauchen. Das Gesundheitsrisiko kann reduziert werden, indem auf nikotinfreien Shisha-Tabakersatz zurückgegriffen wird. Hier sollten Verbraucher aber großen Wert auf hochwertige Produkte legen, die möglichst wenige Zusätze enthalten. Eine Suchtgefahr besteht bei nikotinfreiem Wasserpfeifenkonsum nicht: Wird aber Tabak mit Nikotin verwendet, macht dieser ebenso abhängig wie in regulären Zigaretten oder E-Zigaretten. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte gänzlich auf das Rauchen oder Dampfen verzichten. Insbesondere Minderjährige und Schwangere tun gut daran, sich von Shisha-Bars fernzuhalten. Erwachsene, die gelegentlich Wasserpfeifen rauchen möchten, sollten auf nikotinhaltige Produkte verzichten und sich für hochwertigen Tabakersatz mit möglichst wenigen Zusatzstoffen entscheiden. Zudem ist es ratsam, den Dampf nicht zu tief zu inhalieren und den Konsum so gering wie möglich zu halten.

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