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Gesundheit

Menstruationszyklus – woher kommen die Heißhungergefühle vor der Periode?

Eigentlich ist der Menstruationszyklus ein faszinierender Prozess. Der von Hormonen gesteuerte Rhythmus kann jedoch unterschiedliche Beschwerden, die von Unwohlsein und Bauchschmerzen bis zu depressiven Verstimmungen und Heißhungergefühlen reichen, auslösen.

Ist übermäßiger Appetit auf die Hormone zurückzuführen?

Kurz vor dem Einsetzen der Periode beobachten viele Mädchen und Frauen einen stärkeren Appetit. Die Heißhungergefühle, die oft mit einer Lust auf Süßes und Fastfood verbunden sind, normalisieren sich meist am Ende der Monatsblutung von allein. Dieses häufig vor der monatlichen Blutung auftretende Symptom wird auch als prämenstruelles Syndrom, kurz PMS, bezeichnet. Dabei stellt sich die Frage: Woher kommt der übermäßige Hunger vor der Periode und wie geht man am besten damit um? Es ist bekannt, dass sich die biochemischen Prozesse im Verlauf des Monatszyklus verändern. Der Zyklus wird von den Hormonen GnRH (Gonadotropine Releasing Hormone), FSH (Follitropin), LH (Luteotropin), dem Gelbkörperhormon (Progesteron) und von Östrogenen gesteuert. Gerät das fein regulierte Zusammenspiel dieser Hormone aus dem Gleichgewicht, kann es unter anderem zu Heißhungerattacken kommen. Die typische Naschlust wird oft als unangenehm empfunden, da der Verzehr von Süßem und kalorienreichen Mahlzeiten zur Gewichtszunahme führt. Bei betroffenen Frauen kann bereits Anblick von Süßigkeiten Hunger auslösen. Das prämenstruelle Syndrom setzt in der Regel einige Tage oder maximal zwei Wochen vor Beginn der Periode ein. Der Heißhunger ist jedoch nicht das einzige mit dem Menstruationszyklus verbundene Symptom. Vor der Regelblutung können auch Spannungsgefühle in der Brust oder im Unterleib, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Verdauungsprobleme und Schlafstörungen auftreten. Wie geht man mit dem Heißhunger vor der Periode um, wenn man nicht zunehmen und wegen des Süßigkeiten-Verzehrs keine Hautunreinheiten riskieren will?

Heißhungerattacken vermeiden – muss die Ernährung umgestellt werden?

Heißhungerattacken können stärker werden, wenn Mahlzeiten ausgelassen werden. Wer trotz Heißhunger nicht zunehmen möchte, sollte zuckerhaltiges Essen meiden und stattdessen zu Joghurt und Früchten greifen. Mandeln und Trockenaprikosen eignen sich ebenfalls als gesunde Snacks und um Heißhungergefühlen vorzubeugen. Ab und zu eine Tafel Schokolade zu essen, dagegen ist bei hormonbedingtem Heißhunger nichts einzuwenden. Zur Gewohnheit sollte das Naschen jedoch nicht werden. Süßigkeiten und zuckerreiche Lebensmittel können den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und somit die Beschwerden noch verstärken. Eine spezielle Ernährung vor oder während der Menstruation gibt es nicht. Wer Heißhungerattacken vermeiden will, sollte nicht auf Mahlzeiten verzichten, sondern das Richtige essen. Oft hilft es, ein Glas Wasser zu trinken. Die Flüssigkeit füllt den Magen, sodass der Hunger kurzfristig gezügelt wird. Die gewohnte Ernährungsweise muss während der Periode nicht extra umgestellt werden. Für die Gesundheit und um sich wohlzufühlen, ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Der Speiseplan sollte möglichst abwechslungsreich sein, viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte enthalten. Für Veganerinnen und Vegetarierinnen ist es wichtig, vor und vor allem während der Periode ausreichend Eisen zu sich zu nehmen. Lebensmittel, die viel Eisen enthalten, sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Pistazien, Pfirsiche und das Getreide Amarant. Auch die Versorgung mit Vitaminen sollte nicht vernachlässigt werden. Generell sind ausreichend Schlaf, viel Bewegung, Entspannungs- und Meditationsübungen bei PMS-Symptomen hilfreich. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee sowie auf Alkohol und Nikotin sind hingegen zu vermeiden. Diese Genussgifte sind nicht förderlich für die Gesundheit und können die PMS-Symptome möglicherweise verstärken.

 

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