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Naturschutzgebiet Eiderberg – Erfolgreiche Biotopflege und europaweit bedeutende Artenvielfalt

Freudenburg.    Aktuell informierte sich die Vizepräsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Nicole Morsblech, über die erfolgreichen Biotoppflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet „Eiderberg bei Freudenburg“ (Landkreis Trier-Saarburg).

Das Naturschutzgebiet ist rund 34 Hektar groß und Teil des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“. Es zeichnet sich durch seine außergewöhnlich hohe Artendichte und -vielfalt aus.

Im Rahmen der turnusmäßigen Begehung führten der Biotopbetreuer für Trier-Saarburg, Patrick Jaskowski und die Naturschutzbeauftragte Eva Schaller, durch das Gebiet. Mit dabei waren Vertreter des Landkreises Trier-Saarburg, der Gemeinde Freudenburg, der Forstverwaltung, sowie ehrenamtliche Naturschützer.

Der rund 440 Meter hohe Eiderberg ist ein langgestreckter Bergrücken im Landschaftsraum „Freudenburger Muschelkalkplatte“. Hier finden sich Kalkmagerrasen, die in der Vergangenheit traditionell durch Beweidung entstanden sind und somit Elemente der historischen Kulturlandschaft darstellen.

Kalkmagerrasen sind Lebensraum seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und können nur durch Biotoppflegemaßnahmen wie Freistellungsarbeiten, Beweidung oder die hier praktizierte Mahd erhalten bleiben.  Zahlreiche heimische Orchideenarten wie das Purpur- und Helm-Knabenkraut, Hybriden aus diesen Arten sowie der Fliegen- und der Hummel-Ragwurz, sind auf dem Eiderberg zu finden. Vom Blütenreichtum der Magerrasen profitieren auch viele Insekten wie gefährdete Schmetterlingsarten, beispielsweise der Schwalbenschwanz oder der Silbergrüne und der Himmelblaue Bläuling.

Durch das Naturschutzgebiet führt zudem der Premiumwanderweg „Johann-König-Runde“. Dank der Offenhaltung der Landschaft durch die Biotoppflege bietet der Wanderweg panoramaartige Ausblicke in die umgebenden Landschaften der Mosel-Saar-Hochflächen.

Zum Hintergrund:

Als Obere Naturschutzbehörde ist die SGD Nord für die Organisation und Finanzierung von Biotopflegemaßnahmen verantwortlich. Bei der Umsetzung arbeitet die SGD Nord eng mit sogenannten Biotopbetreuern zusammen. Als Biologen, Geographen oder Ingenieure der Landespflege bringen sie das notwendige Fachwissen zur Biotoppflege mit. In Rheinland-Pfalz sind rund 2 Prozent der Landesfläche Naturschutzgebiete. Gut ein Viertel dieser Bereiche gehören zu den sogenannten Offenlandbiotopen. Das sind Trockenrasen, Heiden, Feucht- und Nasswiesen.

Quelle: SG Nord

 

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