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Eichenprozessionsspinner – Auch für Pferde eine Gefahr!(Video)

Serrig.

In den vergangenen Tagen kam es zu einem Befall eines Pferdezuchtbetriebes in Serrig. Auf einer Weide nahe der K 139 standen zwei Stuten mit Fohlen bei Fuß in der Nähe einer Eiche. Der Züchter bemerkte handflächengroße Quaddeln auf dem Fell der Pferde. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt wurden die Pferde unverzüglich um geweidet. Bei einem 4 Wochen alten Fuchsfohlen war die Situation äußerst tragisch.

Mann erkennt eine Reaktion auf den Eichenprozessionsspinner durch Symptome, wie beispielsweise starke Schwellungen der Haut oder Ausschlag. Sind Schleimhäute mit dem allergieauslösenden Gift der Spinnenraupen in Kontakt gekommen, entstehen auch hier Schwellungen, was besonders für Fohlen in den Atemwegen bedrohlich ist und sofortiges Handeln erfordert. Die Symptome der allergischen Reaktion, die durch den Eichenprozessionsspinner ausgelöst werden, treten meistens sehr schnell und Zeitnah aus. Nur durch kühlen und sofortige Umstellung auf eine Eichen freie Koppel kann das schlimmste insbesondere für Fohlen verhindert werden. So auch in diesem Fall in Serrig.

Der Eichenprozessionsspinner ist im Zeitraum von etwa Mai bis September/Oktober durch die Brennhaare gefährlich. Wenn die kleinen Haare der Raupe durch die Luft fliegen und im Heu oder Tränkewasser lebensgefährlich werden können.

Deshalb wird empfohlen bei tragenden Stuten und Fohlen besonders aufmerksam zu sein, denn auch beim Grasen können Larvenhäute auf der Weide mit aufgenommen werden.

Was können Pferdehalter tun:In Risikogebiet mit Befall das Heu kontrollieren und herabgefallene Äste und Blätter von Eichen im Blick behalten. Befinden sich darin Brennhaare, Raupen, Nester oder Gespinste des Eichenprozessionsspinner: Stallbesitzer informieren..

Der Juckreiz auf der Pferdehaut ist so stark, das sich die Pferde teils blutig an Sträucher, Ästen und Bäumen blutig reiben.

Deshalb!! Pferdehalter, Züchter und Hobbyreiter im Gelände – Vorsicht.

Sichtet man beim Ausritt einen Befall des Eichenprozessionsspinner auf öffentlichen Wald-,Reit-,und Wanderwegen, sollte man diese Wege meiden.

 

 

 

 

 

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