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Heringsessen mit der DFG Saarburg

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Der Aschermittwoch.    Früher wurde nur der Vortag vor Aschermittwoch     Fastnacht  oder Karneval  genannt.

Sieht man sich die Übersetzung von Karneval (lateinisch „carne vale“ = Fleisch, lebe wohl) an, dann wird klar, dass damit das Ende der Zeit gemeint war, in der man ausgelassen gefeiert hatte.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige österliche Fastenzeit – für viele Gläubige eine Zeit der inneren Einkehr und des Verzichts, wobei das Fasten auch bei Nicht-Gläubigen immer beliebter wird.

Auch in Frankreich feiern die Menschen die fünfte Jahreszeit. Der Aschermittwoch 2020 macht wie hierzulande Schluss mit dem Mummenschanz. Faschingsdienstag lassen es die Franzosen aber noch mal krachen. An „Mardi Gras“ (fetter Dienstag) werden Schlemmereien wie Krapfen und Crêpes vertilgt, bevor die 40 Tage andauernde Fastenzeit beginnt.

In Frankreich wurden früher die Büßer an Aschermittwoch aus der Kirche gejagt. Diese Handlung sollte die Vertreibung aus dem Paradies symbolisieren. Die Vertriebenen wurden in einen einfachen Kittel gekleidet und es wurde ihnen ein Aschekreuz auf die Stirn gemalt. Nach der Fastenzeit wurden sie wieder in die Gemeinschaft aufgenommen.

Heute sind nur noch Karfreitag und Aschermittwoch so genannte strenge Fastentage, an denen die Katholiken auf Fleisch verzichten sollten. Daher ist als Brauchtum an Aschermittwoch in vielen Gegenden das Heringsessen üblich.

Dass am Aschermittwoch Fisch auf den Tisch kommt, besonders gerne Hering, wird oft als Kateressen gedeutet. Es soll Narren, die in den Tagen zuvor viel Alkoholisches getrunken haben, helfen, wieder in die Spur zu kommen. Doch lag der Ursprung des Heringsessens wohl weniger in dem Bestreben, den Kater mit einem deftigen Frühstück zu bekämpfen. Es geht vielmehr vermutlich eher auf die Fastentradition zurück, nach der es verboten ist, Fleisch zu essen, und Fisch die Alternative darstellte.

Mit dem Auswaschen des Geldbeutels, das in einigen Regionen Tradition ist, zeigt man, dass nach der Karnevalszeit das Geld ausgegeben ist und neues hineingespült werden soll.

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