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Feuerwehren der VG Saarburg kamen bei dem Unwetter am 1.6.2018 an ihre Leistungsgrenzen

Nachtragsbericht

Verbandsgemeinde Saarburg.   

Viertes Unwetter in der Verbandsgemeinde Saarburg!

Am Freitag, den 01.06.2018 gegen 2.00 Uhr wurden die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Saarburg schon wieder wegen Starkregen alarmiert. Diesmal kam der Alarm zuerst von der Ortsgemeinde Ayl, Wasser in mehreren Gebäuden, überflutete Straßen. Doch schon bei der Anfahrt des Wehrleiters kamen die nächsten Meldungen von der Leitstelle in Trier, der daraufhin weitere Feuerwehren und das THW Saarburg alarmieren lies. In den Orten Ayl, Biebelhausen, Mannebach, Körrig, Saarburg, Beurig und Trassem wurden zahlreiche Gebäude mit Wassereintritt gemeldet.

In Niederleuken wurde durch einen Erdrutsch aus den Weinbergen die Straße komplett blockiert, ein PKW teilweise verschüttet. Die Ortsdurchfahrt Niederleuken wurde durch die Polizei komplett gesperrt. Noch in der Nacht informierte sich Verbandsbürgermeister Jürgen Dixius in der Einsatzleitung über die Lage. Er sicherte sofort die Unterstützung des Bauhofs der Stadt Saarburg zu, die gemeinsam mit dem Radlader des THW den Erdwall in Niederleuken beseitigte. Hier arbeiten Feuerwehr, THW und der Bauhof den ganzen Vormittag gemeinsam um die Straße in Niederleuken von Schlamm, Geröll zu reinigen.

 

Auf zahlreiche Straßen in der Verbandsgemeinde lag Geröll und Schlamm, in Straßensenken stand das Wasser teilweise 60 cm hoch. Sobald man einige Einsatzstellen abgearbeitet hatte, kamen die nächsten Meldungen. Die 1200 Sandsäcke waren schnell verbraucht, damit wurden notdürftige Dämme gebaut um Häuser vor weiteren Überflutungen zu sichern.

 

In der Bahnunterführung am Bahnhof Saarburg stand das Wasser 1,20 m hoch. Da diese Unterführung für die Fahrgäste nicht nutzbar war, liefen einige Personen einfach über die Gleise. Die Polizei wurde angefordert und sicherte daraufhin die Bahngleise am Bahnhof. Als der Techniker der Bahn kam um die Funktion der Pumpe in der Unterführung zu überprüfen, stellte dieser fest, dass der gesamte Keller des Bahnhofsgebäudes ca. 1,30 m unter Wasser stand. Fast vier Stunden benötigten die Feuerwehr Beurig und das THW mit zahlreichen Pumpen das Wasser aus dem Keller zu pumpen.

 

Bis zum Mittag hatte man 57 Einsatzstellen abgearbeitet, man sehnte sich nach ein paar Stunden Ruhe. Doch es kam anders, denn gegen 15:00 Uhr kam der nächste Starkregen und es erwischte nun zusätzlich auch noch die Orte Esingen, Helfant, Körrig, Mannebach, Söst, Wehr, Wincheringen, Palzem, sowie bereits einige Orte wieder vom Vormittag.

 

Wieder waren zahlreiche Straßen von Geröll Schlamm und Wasser überflutet worden. In vielen Kellern stand das Wasser, teilweise bis unter die Decke. Nun wurden von den 34 Feuerwehren der Verbandsgemeinde fast alle alarmiert. Einige Feuerwehren wurden eingesetzt bei der Firma Clemens in Beurig Sandsäcke zu füllen. Diese wurden mit dem LKW des THW und Transportfahrzeuge der Feuerwehr Freudenburg und Ayl zu den einzelnen Einsatzstellen gebracht.

 

Auf Feuerwehrwehren aus anderen Verbandsgemeinden konnte nicht zurückgegriffen werden, da diese selbst Unwetterlagen hatten, oder bereits schon sonst eingesetzt waren. Gegen 18:00 Uhr beruhigte sich die Lage und es waren nur noch kleinere Einsätze abzuarbeiten. Gegen 19:00 Uhr konnte der Leitstelle gemeldet werden, alle Einsätze abgearbeitet, alle Feuerwehren haben Einfahrt, die Feuerwehreinsatzzentrale schaltet ab.

In den 17 Stunden waren insgesamt von den Feuerwehren, vom THW Saarburg und vom DRK Ortsverband Saarburg über 200 Einsatzkräfte im Einsatz, diese haben über 100 Einsatzstellen abgearbeitet. Die Verpflegung der Einsatzkräfte hatte das DRK, Ortsverband Saarburg während des ganzen Einsatzes sichergestellt. Teilweise wurden die Einsatzkräfte an Ihren Einsatzstellen verpflegt, da hier mehrere Stunden gearbeitet werden musste. Dies war das schlimmste Unwetter von den vieren, so die Wehrleitung der Verbandsgemeinde.

Nur mit großem Personalaufwand und Einsatzmaterial war eine umfangreiche Hilfe möglich. Die Einsatzkräften, die schon bei den vorhergehenden drei Unwettern im Einsatz waren, insbesondere die Feuerwehr Trassem kam an Ihre Leistungsgrenzen und wurden deshalb gegen Mittag aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst.

Die Wehrleitung der Verbandsgemeinde wird nun prüfen, welche Gerätschaften, wie Pumpen, Naßsauger, noch zusätzlich zu beschaffen sind. Auch wird das Alarmierungskonzept für solche Einsatzlagen überarbeitet.

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