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Stadt Trier

Gemeinsam für den Stadtwald Trier

Das Forstrevier Weißhaus/Pfalzel und die Stadtwerke Trier (SWT) pflanzen im Namen von 3.500 SWT-Kunden Bäume im Stadtwald Trier.

Trier. Mit einer großen Pflanz-Aktion in dem als Erholungsgebiet beliebten Stadtwald Trier haben die Stadtwerke Trier (SWT) ein Versprechen aus dem Jahr 2019 eingelöst: Zusammen mit dem Forstrevier Weißhaus / Pfalzel haben sie im Frühjahr 2021 über 3.500 neue Bäume in dem städtischen Naherholungsgebiet gepflanzt. Die Zahl der Pflanzen geht auf SWT-Kunden zurück, die sich zum Jahreswechsel 2019/20 für einen besonders klimaschonenden Stromtarif entschieden haben: Der sogenannte Römerstrom Regio ist wie der Standard-Römerstrom ein Ökostromprodukt, hat aber noch eine weitere Besonderheit. „Die Energie stammt ausschließlich aus regionalen Photovoltaikanlagen, die maximal 50 Kilometer von Trier entfernt stehen.

Sollte der Sonnenstrom einmal nicht ausreichen, springen SWT-Blockheizkraftwerke ein, die mit Bio-Erdgas aus der Eifel betrieben werden. Je kürzer der Weg von der Erzeugung bis zur Steckdose, desto besser für die Umwelt“, erklärt SWT-Vertriebsleiter Maik Girmendonk. Ursprünglich wollte der Energieversorger die Bäume zusammen mit seinen Kunden pflanzen und damit ein gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz setzen. „Die Pandemie hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht,“ bedauert SWT-Marketingleiter Johann Meyer. „Aber die Zeit drängt, denn der Wald braucht unsere Hilfe jetzt. Deshalb haben wir Anfang des Jahres entschieden, dass das städtische Forstrevier die Bäume in Eigenregie pflanzt.“

 

Sehr zur Freude der städtischen Försterin Kerstin Schmitt, die wegen der Dürre der letzten Jahre und dem Borkenkäferbefall dringenden Handlungsbedarf sieht „Die Aktion der SWT kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Mein Dank gilt allen Kunden, die mit ihrer Entscheidung für einen besonders umweltschonenden Strom auch einen wichtigen Beitrag für unseren Wald leisten“, erklärt Schmitt.

Die 3.500 Bäume hat das Forstrevier über eine biologische Forstbaumschule bezogen, so dass der größtmögliche Teil der Pflanzen aus ökologischen Anbau kommt. Es handelt sich um verschiedene Baumsorten. „Wir haben im Stadtwald schon lange Wert auf gemischte Waldbestände gelegt, da diese insgesamt widerstandsfähiger sind“, führt die Försterin aus. Dazu gehören beispielsweise die Eibe, die langsam wächst und deren Früchte ein zusätzliches Futterangebot für Siebenschläfer sind. Dank ihrer Schattentoleranz ergänzen neue Hainbuchen den alten Waldbestand am Kyllhang und helfen so die Abtragung von Gestein und Boden durch Starkregen am Kyllhang zu verhindern. Am Ufer des Kuttbachs fördern Weidenstecklinge und Erlen den natürlichen Bewuchs. Wildkirsche und Elsbeere liefern Blüten und Früchte. Im Herbst folgen noch weitere Einzelbäume entlang des geteerten Wegs im falschen Biewertal. Diese sind auch barrierefrei zu erreichen.

 

Symbolbaum für Waldlehrpfad

Neben zahlreichen heimischen Bäumen hat sich die Försterin als Symbolbaum eine exotische Sorte ausgesucht: Seit 18. Juni steht am Waldlehrpfad „Ameisenstraße“ oberhalb des Rotwildgatters ein Eukalyptus. „In Zeiten der Klimaextreme haben wir uns ganz bewusst für eine Eukalyptus-Art entschieden, die sowohl hohen als auch niedrigen Temperaturen Stand hält. Das passt zu trockenen, heißen Sommern genauso wie zu winterlichen Kälteeinbrüchen. Er ist ein gutes Symbol für die Herausforderungen des Klimawandels und ein Zeichen für Nachhaltigkeit.“, begründet Heiko Nowak, Abteilungsleiter des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation der Stadt Trier die Wahl. Für die exotische Art sprechen auch die zahlreichen Umweltbildungsprojekte im Weißhauswald. „Unsere jungen Gäste sollen den Wald mit allen Sinnen kennenlernen. Da passt dieser Baum mit seinen aromatisch duftenden Blättern ganz hervorragend in das Konzept“, freut sich Försterin Schmitt über das neue Dufterlebnis.

Noch ist die Aktion der Stadtwerke Trier übrigen nicht ganz abgeschlossen: Im Herbst folgen weitere Einzelbäume entlang des geteerten Wegs im falschen Biewertal. „Egal, zu welcher Jahreszeit ein Spaziergang durch den Wald ist immer eine gute Idee. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir uns alle gemeinsam für unsere Wälder als Naherholungsgebiet einsetzen“, so Meyer abschließend.

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