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Gesundheit

Krankenkassenbeiträge steigen: Was jetzt getan werden kann

Auch ohne die Pandemie hat das Gesundheitssystem zu kämpfen. Das trifft nicht nur auf die deutschen Krankenkassen zu, die sich mit immer höheren Kosten konfrontiert sehen. Ein ganz ähnliches Bild lässt sich ebenso bei unseren Nachbarn in Österreich, der Schweiz oder Luxemburg feststellen. Werden in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Zusatzbeiträge oder in der privaten Krankenversicherung (PKV) Prämien erhöht, muss das generell nicht „einfach akzeptiert werden“.

 

Gesundheitssystem immer mehr belastet

 

Die Gesundheitssysteme sind stark belastet. Selbstverständlich spielen Ereignisse wie eine Pandemie oder andere Infektionen, die sich für eine Weile ausbreiten, hierbei eine große Rolle. Allerdings verteuert sich der Aufwand für medizinisch notwendige Behandlung auch unabhängig von solchen Vorkommnissen. In diesem Kontext gibt es eine Vielzahl von Faktoren.

 

Großen Einfluss nehmen in jedem Fall die immer moderneren Methoden in der Behandlung und Versorgung von Erkrankungen. Doch auch der demographische Wandel trägt seinerseits gehörig dazu bei, dass mit dem Alter immer mehr Menschen in Trier, dem Saarland, Deutschland, aber auch in Luxemburg, der Schweiz und Österreich auf medizinische Hilfe angewiesen sind.

 

Für Versicherte der diversen Krankenversicherungen, gesetzlich oder privat, bedeutet das steigende Kosten. Mit einem Blick auf Deutschland wird klar, dass das System akut leidet. Nicht nur mangelt es an Medizinern und Pflegekräften in allen Bereichen; auch muss der Staat mit Steuergeldern helfen, den Sektor bei den Kosten abzufedern.

 

Im Endeffekt mündet das dann in höhere Kosten für den Einzelnen. In der gesetzlichen Krankenversicherung hierzulande, in welcher der Großteil der Deutschen versichert ist, wird die Preissteigerung üblich über den Zusatzbeitrag an das Mitglied weitergegeben. Privatversicherte hingegen erhalten eine Prämienerhöhung.

 

Versicherungsvergleiche helfen, Kosten zu sparen

 

In der Schweiz hingegen ist jeder grundsätzlich, der im Land lebt oder arbeitet, über die obligatorische Krankenversicherung abgesichert. Alle zahlen also in die Krankenkasse ein, die wie üblich im Anschluss für die Krankheitskosten aufkommt. Der Leistungsumfang ist wie in der gesetzlichen Krankenversicherung hierzulande vorgeschrieben.

 

Allerdings kann sich die zu zahlende Beitragshöhe deutlich zwischen den einzelnen Krankenkassen unterscheiden. Aus diesem Grund ist ein Krankenkassenvergleich unumgänglich. Mit diesem vergleichen Krankenversicherte die Beiträge der 57 (Stand 2020) zugelassenen Krankenkassen im Land und finden nicht nur die preiswertesten Optionen, sondern ebenfalls, ob diese am eigenen Wohnort verfügbar ist.

 

Auch in Deutschland spielt die Wahl der Krankenversicherung nicht nur im privaten Bereich eine große Rolle, wenn es darum geht, Kosten zu sparen. Dabei hat ein Wechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung weniger negative Auswirkungen als in der privaten Krankenversicherung. Denn in der GKV geht es um den Zusatzbeitrag, der sich erhöht. Die Leistungen können nur auf Bundesebene verändert werden. In der PKV hingegen kann eine Prämienerhöhung einen deutlichen Unterschied machen, wobei die Leistungen stets unangetastet bleiben. Allerdings ist ein Wechsel der PKV aufgrund einer Beitragserhöhung stets mit Vorsicht zu prüfen.

 

Denn im Gegensatz zu der gesetzlichen Krankenversicherung bildet der private Krankenversicherungsträger Altersrückstellungen, die bei einem Wechsel üblicherweise verloren gehen. Zudem steht eine erneute Gesundheitsprüfung an und das Eintrittsalter hat sich verändert, was Kosten mitunter deutlich steigert.

 

Fakt ist, dass Beitragserhöhungen nicht einfach hingenommen werden müssen. Sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung als auch in der privaten Krankenversicherung kann bei Erhöhung der Prämien gewechselt werden. Mit dem Krankenversicherungsvergleich ist sich der Einzelne in Bezug auf die Kosten immer im Klaren. Ob das am Ende auch Sinn macht, muss im Einzelfall entschieden werden.

 

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