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Römischer Handelssegler „Laurens II“ vom Uni Campus Trier an der Mosel eingetroffen. (Video)

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Trier.   Professor Dr. Christoph Schäfer (Althistoriker) und sein Team waren sichtlich zufrieden, als nach etwa zwei Jahren Bauzeit und nach einem archäologischen Befund der originalgetreue Nachbau im Bauhafen des Wasser und Schifffahrtsamtes in Trier unbeschadet mit einem Schwertransportselbstläufer in Trier am frühen Donnerstagmittag eintraf.

Erst wurde am gestrigen Nachmittag die Dachplanen der Montagehalle für die zahlreich erschienenen Neugierigen geöffnet. Neben dem fotohistorischen Erscheinungsbild des Seglers, war es auch eine logistische Meisterleistung den Segler auf einen funkgesteuerten Selbstfahrer zu Verladung vorzubereiten. Mit zwei 50 Tonnen Kräne wurde die LaurensII durch die Dachluken angehoben, damit der Selbstläufer sich unter das Schiff exakt positionieren konnte. Am späten Nachmittag konnte das technische Team der Uni Trier sowie die Mitarbeiter den Segler abschließend zunächst ins Außengelände fahren. Das wurde unmittelbar wieder geschlossen. Für den späten Mittwochabend war der Schwertransport geplant. Unwetterwarnungen durch „Katwarn“ lösten bei den betroffenen der Uni und des Transportunternehmens schon Bedenken aus. Ein Abbruch des Transportes kam aufgrund der bereits ersteilten Transportgenehmigung nicht in Frage. Schon unmittelbar nach Verlassen des Universitätsgeländes kam es zu dem Extremwetterereignis. Die Fahrt wurde mit einer Geschwindigkeit von 6 -16 kmh über die Kohlenstraße,Hunsrückstraße, Kreisverkehr – Kaiserthermen, St.Baraufer,Konrad-Adennauer Brücke, Luxemburgerstraße und über die Diedenhoferstraße zum Bauhafen des WSA an der Moselschleuse unter strömenden Regen durchgeführt; so wurde die erste „Wassertaufe“ für die Laurens II unumgänglich. Früher als geplant erreichte man das Ziel.

Am heutigen Vormittag gegen 8.00 Uhr erfolgte den Rückbau mit den gleichen Kränen vom Selbstfahrer. In den nächsten 14 Tagen wird das Schiff weiter mit Mast und Segel, sowie Messeinrichtungen ausgestattet um Strömungsverhalten und weitere Forschungsergebnisse zu erzielen. Mit einer großen Feier am 5.Juli 2019 mit eingeladenen Gästen und Sponsoren wird die Laurens II im Oberwasser der Schleuse des Bauhafens gewässert und getauft. Eine Fahrt auf der Mosel ist lauf Prof. Schäfer nur partiell möglich, alleine wegen des 15 Meter hohen Mastes und der Moselbrücken. Für die nächsten ein bis zwei Jahre werden nautische Test,s in Trier durchgeführt.

Ein Publikumsverkehr mit dem Segler auf der Mosel ist nicht vorgesehen.

Bei entsprechender Förderung könnte sich Prof. Schäfer auch vorstellen, den Segler an den Ursprungsort im 17. Jahrhundert auch ans Mittelmeer zu bringen.

 

 

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