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Finanzen & Geld

Digitale Arbeitszeiterfassung – perfekt für mobiles Arbeiten

Die Covid-19 Pandemie war der Urknall für die flächendeckende, globale Einführung von Homeoffice in allen Industrienationen. Besonders in Deutschland tat man sich vor Corona mit dem Arbeiten von zu Hause aus noch eher schwer. Heute gilt: Was digitalisierbar ist, wird digitalisiert. Längst hat man die Vorzüge der Heimarbeit erkannt. Die Unternehmen müssen weniger Bürofläche zur Verfügung stellen und die Mitarbeiter haben keine langen Anfahrten mehr. Was bleibt, ist die Frage der digitalen Arbeitszeiterfassung.

Schlanke Methoden sind gefragt

Die einfachste Möglichkeit einer digitalen Arbeitszeiterfassung ist, seinem Vorgesetzten zum Schichtbeginn eine E-Mail zu schicken. Nur hat dieser dann das Problem, die Arbeitszeit korrekt in das Buchungssystem zu übertragen. Dabei können Fehler passieren und es kostet viel Zeit. Bei aller Simplizität dieser Lösung – auch das sind Kosten, die berücksichtigt werden müssen. Eine moderne Arbeitszeiterfassung sieht deshalb anders aus.

 

In der Firma hängt die Stempeluhr. Diese ist zwar heute nicht mehr wortwörtlich ein Lochkarten-Perforationsgerät, sondern eine elektronische Lösung. Dennoch ist ihre Bedienung die Gleiche: Der Mitarbeiter hält den Chip/die Schlüsselkarte an das Lesegerät und gibt damit seine An- oder Abwesenheit an. Das ist von zu Hause bislang nur mit großem Aufwand möglich. Theoretisch müsste das Unternehmen jedem Homeoffice Arbeiter eine eigene Stechuhr zur Verfügung stellen. Das ist weder finanziell noch logistisch durchführbar. Es gibt glücklicherweise deutlich geschicktere Methoden.

Arbeitszeiterfassung per App

Die Versorgung mit Smartphones liegt bei den europäischen Arbeitnehmern bei weit über  90 %. Bei Home-Office-Arbeitern kann man von einer annähernden 100 % Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass ein eigenes Smartphone vorhanden ist. Für die Arbeitszeiterfassung ist es das ideale Gerät. Vorreiter dieser Technologie ist die Arbeitszeiterfassung mit Papershift. Sein besonderer Vorteil ist, dass es nicht nur ein visuelles und akustisches Kommunikationsmittel ist. Es hat zumindest auf der Eingabeseite eine haptische Komponente. Diese kann eine App zur Arbeitszeiterfassung dazu nutzen, um den Anmelder zu authentifizieren. Einige Lösungen arbeiten deshalb mit Unterschriften, die per Zeigefinger auf dem Display eingetragen werden. Man könnte sie noch mit einer normalen Gesichtserkennung kombinieren, dann sollte aber die vollständige Rechtssicherheit hergestellt sein. Der Arbeitnehmer kann sich so sicher sein, dass keine Minuten seiner Arbeitszeit verloren gehen. Und der Arbeitgeber weiß damit genau, wann der Mitarbeiter erreichbar ist.

Der gläserne Mobilarbeiter?

Die Apps zur Arbeitszeiterfassung haben jedoch auch eine Schattenseite. Ihre Funktionalität lässt sich praktisch beliebig erweitern.

Wird sie nicht nur zur grundsätzlichen Erfassung von Arbeitsbeginn und Arbeitsende, sondern auch für jedes einzelne Projekt und jede einzelne Tätigkeit verwendet, wird sie schnell zur „digitalen Hundeleine“. Schlimmstenfalls lassen sich so selbst Toilettengänge in der heimischen Wohnung festhalten.

 

Wenn jeder einzelne Handgriff des Mitarbeiters digital erfasst wird, baut sich schnell ein enormer psychischer Druck auf. Es wird mit Sicherheit den einen oder anderen Arbeitgeber geben, welcher bei scheinbaren Effizienzverlusten bohrende Nachfragen stellt. Ganz ohne Vertrauen geht es trotz – oder gerade wegen – der Digitalisierung nicht. Ein Mitarbeiter, der über jede Minute seiner Arbeitszeit Rechtfertigung ablegen muss, wird bald rapide an Motivation verlieren. Und das sollte das Letzte sein, was sich ein Arbeitgeber wünscht.

Maßvoller Einsatz der digitalen Arbeitszeiterfassung

Die Lösung liegt im maßvollen Einsatz dieser modernen Arbeitszeiterfassung. Es ist niemandem damit geholfen, wenn sich Mitarbeiter selbst im eigenen Zuhause unwohl und beobachtet fühlen. Die digitale Arbeitszeiterfassung sollte deshalb immer beiden Seiten dienen. Natürlich ist es wichtig, die konkreten Zeiten für ein Projekt genau zu erfassen. Nur so lassen sich Potenziale und Defizite feststellen. Dies sollte aber in der Verantwortung des Mitarbeiters bleiben und nicht über eine digitale Arbeitszeiterfassung für jeden einsehbar werden. Hier das notwendige Fingerspitzengefühl zu entwickeln, ist die Aufgabe des Arbeitgebers.

 

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