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Feiert die Maskenpflicht im Herbst ihr Comeback?

Bereits seit mehr als zwei Jahren ist die Maske ein fester Bestandteil des Alltags. Im Frühjahr 2022 wurde die Maskenpflicht jedoch gelockert. Derzeit diskutiert die Bundesregierung in Berlin das Corona-Schutzkonzept für den kommenden Herbst und Winter.

 

Wie realistisch ist das Comeback der allgemeinen Maskenpflicht?

Maskenpflicht im Herbst?

 

Seitdem im Frühjahr dieses Jahres viele Maßnahmen zurückgenommen wurden, diskutieren Kritiker und Befürworter kontrovers über die Sinnhaftigkeit dieses Schrittes. Auch im politischen Berlin wird debattiert. Noch im Juli 2022 strebt die Bundesregierung nach Aussagen von Justizm inister Buschmann an, ein Corona-Konzept für den Herbst vorzulegen.

 

Es ist zu hören, dass die Maske dabei wohl eine zentrale Rolle spielen wird. Eine Rückkehr der Maskenpflicht im Herbst ist damit sehr wahrscheinlich.

Maskenpflicht in Innenräumen scheint beschlossene Sache

 

Momentan ist das Tragen einer Maske lediglich im öffentlichen Personenverkehr sowie in medizinischen Einrichtungen wie Arztpraxen und Krankenhäusern verpflichtend. Dabei wird es in der zweiten Jahreshälfte nicht bleiben. Justizminister Buschmann von der FDP betonte, dass eine Maskenpflicht in Innenräumen im Konzept der Bundesregierung sicher eine Rolle spielen wird.

 

Zustimmung erhielt er vom Gesundheitsminister der SPD, Karl Lauterbach. Dieser spricht sich bereits seit geraumer Zeit für das obligatorische Tragen von Masken in Innenräumen aus.

 

Auf welche wissenschaftliche Grundlage begründet sich die bevorstehende Maskenpflicht in Innenräumen?

 

Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe gab Marco Buschmann zu Protokoll, dass die Wirksamkeit von Masken für den Einzelnen in Innenräumen unstreitig sei. Dies geht auch aus dem Bericht zu den Coronamaßnahmen in Deutschland des Sachverständigenausschusses hervor. Obwohl einzelne Maßnahmen aufgrund einer unzureichenden Datenlage nicht bewertet werden konnten, gilt das Maskentragen in Innenräumen als nützlich. Voraussetzung: Die Masken werden korrekt und an die jeweilige Gesichtsform des Trägers angepasst getragen. Schlecht sitzende Masken haben nur einen äußerst geringen bis gar keinen Effekt.

 

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie Masken vor einer Coronainfektion schützen, kann hier weiterlesen bei HealthSystems24.

Lockdowns wird eine klare Absage erteilt

 

Anders als in den vergangenen zwei Jahren wird es nicht mehr zu einem Lockdown in Deutschland kommen. Die Koalition ist sich einig, dass es weder einen Lockdown noch pauschale Schulschließungen und Ausgangssperre geben wird. Im dritten Jahr der Pandemie sei dies nicht mehr angemessen.

 

Im Rahmen des ARD-Sommerinterviews erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz von der SPD, dass man mittlerweile eine völlig veränderte Situation hierzulande habe. Dies hänge unter anderem mit der Impfquote von 76 % zusammen. Hinzu kommen etliche Ungeimpfte, die bereits am Coronavirus erkrankten und somit genesen sind.

 

Klare und verständliche Regeln sollen die Maßgabe sein

 

Im Evaluationsbericht des Sachverständigenausschusses übten die Autoren scharfe Kritik an der Kommunikation der Politik in der Krise: „Die Potenziale der Risikokommunikation blieben in Deutschland jedoch weitgehend ungenutzt“. Ferner wurde die politische Kommunikation von oben nach unten geführt. Dies schadete der Debattenkultur.

 

Damit soll nun Schluss sein. Justizminister Buschmann stellte in Aussicht, künftig klare und verständliche Regeln aufzustellen. Die Maßnahmen sollen zudem sinnvoll und verhältnismäßig sein sowie nur wenig in die Grundrechte der Bürger eingreifen.

Das ist der Fahrplan für den Herbst und Winter

 

Bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des Sachverständigenausschusses haben sich Justizminister Buschmann und Gesundheitsminister Lauterbach zusammengesetzt. Ihr Ziel: Die Coronamaßnahmen für den Herbst und Winter vorbereiten und festlegen.

 

Im August möchte der Justizminister ein Konzept ausgearbeitet haben, das mit den Ländern besprochen wird. Im September sollen die Änderung des Infektionsschutzgesetzes dann durch das Parlament gebracht werden. Ob sich der Zeitplan einhalten lässt, ist fraglich. Derzeit ist der Bundestag in der parlamentarischen Sommerpause. Diese dauert von Juli bis August. In der Zeit finden keine Sitzungen des Deutschen Bundestages statt.

 

 

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