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Mehr Lebensqualität im Alter – Was kostet ein Treppenlift?

Im Alter oder bei Auftreten von Krankheiten kann das Treppensteigen in den eigenen vier Wänden beschwerlich werden. Abhilfe schaffen sogenannte Treppenlifts, die es in unterschiedlichen Ausführungen gibt. So kann je nach Art der Treppe und persönlichen Bedürfnissen das passende Modell gewählt werden. Allerdings gilt dabei zu beachten: So unterschiedlich Treppenlifte ausfallen können, so verschieden sind auch die Preise, die dafür gezahlt werden müssen. Im Folgenden erkläre ich, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie sich für einen Treppenlift entscheiden.

Modelle und Voraussetzungen

Bevor geklärt werden kann, wie viel ein Treppenlift kostet, muss klar sein, um welchen es sich handeln wird. Es gibt sehr viele Modelle auf dem Markt. Unterschieden werden sie vorrangig nach folgenden Merkmalen:

 

  • Sitzlift: Er ist der am häufigsten genutzte Lift. Personen können sich einfach auf einem klappbaren Sitz niederlassen und entspannt nach oben oder unten transportiert werden.

 

  • Stehlift: Diese Form des Lifts kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn das Treppenhaus sehr eng ist, sodass ein Sitzlift nicht infrage kommt. Auch wenn für die benutzende Person das Hinsetzen krankheitsbedingt sehr schwer fällt, bietet sich diese Form des Treppenlifts an. Die Plattform kann bei Nichtbenutzung ebenfalls eingeklappt werden, wodurch ein Benutzen der Treppe noch möglich ist.

 

  • Plattformlift: Für Personen im Rollstuhl kommt nur der sogenannte Plattformlift infrage, denn er kann einen Rollstuhl unkompliziert von einer Etage in die nächste befördern. Üblicherweise hat solch eine Plattform eine Größe von 80 x 100 cm. Es muss also vor dem Einbau gemessen werden, ob so ein Lift überhaupt eingebaut werden kann.

 

  • Kurventreppenlift: Manche Häuser verfügen über sehr schmale Wendeltreppen, die den Einbau eines herkömmlichen Lifts erschweren. Der Kurventreppenlift macht es möglich, denn er kann problemlos um Ecken geleitet werden und kann mehrere Stockwerke überwinden.

 

Kosten für einen Treppenlift

Wie viel für den gewählten Treppenlift letztlich ausgegeben werden muss, hängt noch von weiteren Faktoren ab, die im Folgenden aufgelistet sind.

  1. Treppenlift-Typ: Im Vergleich ist der Sitzlift die günstigste Variante. Er eignet sich allerdings nicht für alle Nutzer. Plattformlifte für Rollstuhlfahrer sind bereits um einiges teurer.

 

  1. Art der Treppe: Treppenlifte müssen immer maßgefertigt sein, da sie auf Schienen durchs Treppenhaus laufen. Die Preise unterscheiden sich also nach den baulichen Gegebenheiten und können je nachdem, ob eine Treppe eher gerade oder verwinkelt ist, stark variieren.

 

  1. Etagenanzahl: Je mehr Etagen der Treppenlift erreichen muss, desto teurer wird er. Das liegt im Aufwand und der Menge des zu verarbeitenden Materials begründet.

 

  1. Innen- oder Außenbereich: Die meisten Treppenlifte werden innen angebracht, was auch die günstigere Variante ist. Bei Treppenliften im Außenbereich kommen weitere Kosten hinzu, da sie den Gegebenheiten draußen standhalten müssen.

 

  1. Ausstattung/Funktionen: Es sind zahlreiche Sonderausstattungen und -funktionen möglich, die sich jedoch beim Preis bemerkbar machen.

 

Darüber hinaus ist es möglich, eine Förderung für den Einbau zu erhalten. Darüber kann man sich beispielsweise bei www.lift-experten.de/zuschuss informieren.

 

Neuer oder gebrauchter Lift?

Ein Treppenlift kann sowohl neu als auch gebraucht erworben werden. Die Schienen, auf denen er fährt, müssen dabei aber in jedem Fall neu und nach den Maßen der Treppe angefertigt werden. Neue und gebrauchte Treppenlifte unterscheiden sich vor allem im Preis. Beim Erwerb ist unbedingt darauf zu achten, dass ein Lift allen Sicherheitsstandards entspricht. In der folgenden Tabelle sind konkrete Beispiele für gebrauchte und neue Treppenlifte dargestellt:

 

 

Art des Treppenlifts Kosten gebraucht (mit Montage) Kosten neu (mit Montage)
Sitzlift 1.900 – 6.250 Euro 3.100 – 12.500 Euro
Plattformlift 3.100 – 25.000 Euro 9.400 – 25.000 Euro
Hublift 2,500 – 9.400 Euro 6.250 – 25.000 Euro
Sonderanfertigung 11.250 – 50.000 Euro

 

An der Auflistung wird ersichtlich, dass es immer noch recht große Preisspannen gibt, wenn man sich für eine Art des Lifts entscheidet. Vor der Auswahl ist es deswegen ratsam, sich verschiedene Angebote einzuholen und diese miteinander zu vergleichen.

 

Zuschüsse für einen Treppenlift

Die Kosten für einen Treppenlift können durch Zuschüsse von Pflege- oder Krankenkassen verringert werden. Für die Förderung ist der Pflegegrad der Person entscheidend, die den Lift benötigt. Außerdem können Förderungen durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) oder, im Falle von Arbeitsunfällen, durch die Berufsgenossenschaft erfolgen. Es ist in jedem dieser Fälle sehr wichtig, dass man den Antrag auf Fördergelder bereits vor dem Einbau des Treppenlifts stellt. Hat man bereits damit begonnen, bestehen in der Regel wenig Chancen auf Zuschüsse.

 

Fazit – So viel kostet ein Treppenlift

Wie teuer ein Treppenlift für das eigene Treppenhaus ausfällt, ist von den Gegebenheiten vor Ort, der Art des Lifts und möglichen Sonderausstattungen abhängig. Allgemein lässt sich sagen, dass ein Treppenlift zwischen 1.900 und 50.000 Euro kosten kann. Entscheidend ist, welche Funktionen der Lift mitbringen muss, damit er für die Nutzer eine sinnvolle Hilfe im Alltag darstellt. Durch Zuschüsse verschiedener Institutionen kann der Preis für Treppenlift und Montage noch reduziert werden.

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